Impf­beratung und Impfungen

In der Apotheke können sich gesunde Erwachsene ab 16 Jahren unkompliziert und ohne Termin impfen lassen.

Dauer

20 Minuten

Preis

Je nach Impfung

Impfberatung & Impfen

Impfungen schützen Sie vor möglicherweise gravierenden Erkrankungen. Dank einer hohen Durchimpfungsrate in der Schweiz, sind gewisse Krankheiten stark zurückgegangen oder zum Teil sogar vollständig verschwunden. Das praktische Angebot soll vor allem gesunde Menschen erreichen, die nicht extra wegen einer Impfung einen Arzttermin vereinbaren wollen, um sich und andere zu schützen. Zudem entlastet die Dienstleistung in der Apotheke, dank ihren kundenfreundlichen Öffnungszeiten, die Hausärzte und die Notfallaufnahmen in den Spitälern.

Grippe Impfung

Gesund durch den Winter

Eine gesunde Ernährung, genügend Schlaf und viel Bewegung sind ein guter Grippeschutz. Das wirksamste Mittel zur Vorbeugung einer Grippeerkrankung ist und bleibt jedoch die Grippeimpfung. Durch eine Impfung schützt man nicht nur sich selbst, sondern auch Mitmenschen, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen können.

Wer sollte sich impfen lassen?

  • Personen mit einem erhöhten Komplikationsrisiko bei einer Grippeerkrankung
  • Personen ab 65 Jahren
  • schwangere Frauen und Frauen, die in den letzten 4 Wochen entbunden haben
  • Frühgeborene
  • Krebspatienten
  • Patientinnen und Patienten in Alters- und Pflegeheimen und in Einrichtungen für Personen mit chronischen Erkrankungen
  • Personen, welche in der Familie oder im Rahmen ihrer privaten oder beruflichen Tätigkeiten regelmässigen Kontakt haben mit den oben genannten Kategorien
  • Mitarbeitende von Kinderkrippen, Tagesstätten sowie Alters- und Pflegeheimen und Krankenhäuser

Wir beraten Sie gerne und weisen Sie wenn nötig auch an einen Arzt weiter.
In der Grippeimpfzeit könne Sie sich ohne Termin bei uns impfen lassen.

FSME (Zeckenimpfung)

Gut geschützt durch die Wälder streifen

Zecken sind Träger von Erregern für verschiedene Krankheiten, wie zum Beispiel die Lyme-Borreliose oder die FSME Viren (Frühsommer Meningoencephalitis).

Während Borreliose mit Antibiotika behandelt werden kann, gibt es keine spezifische Behandlung für die Viruserkrankung FSME. Die FSME Impfung ist die einzige Lösung, um sich wirksam vor dieser schweren Krankheit zu schützen. Die Impfung ist für Personen ab 6 Jahren empfohlen, welche sich regelmässig im Freien aufhalten. Seit dem 1.1.2019 gilt die gesamte Schweiz ausser Tessin und Genf als FSME Gefahrengebiet.

Für einen vollständigen Impfschutz braucht es 3 Impfungen, die ersten beiden in einem Abstand von 1-3 Monaten und die 3. Impfung 6-12 Monate danach. Der Impfschutz hält 10 Jahre an und anschliessend wird 1 Auffrischimpfung benötigt.

Hepatits A und B Impfung

Sicher verreisen

Hepatitis A wird insbesondere von Reisen aus Ländern mit ungünstigen hygienischen Bedingungen mitgebracht. Die Ansteckung erfolgt hier meist durch verunreinigtes Trinkwasser oder ungenügend gekochte Speisen. Eine Ansteckung in der Schweiz ist sehr selten und bedingt den Kontakt mit einer infizierten Person. Die Wirksamkeit der Impfung beträgt 95 bis 99%.

Die Impfung braucht 2 Impfdosen oder sie kann mit der Hepatitis B Impfung kombiniert werden.

Hepatitis B wird durch Blut, Speichel oder sexuellen Kontakt mit einer infizierten Person übertragen. Eine Ansteckung verursacht Müdigkeit, Fieber, Bauchschmerzen und manchmal eine Gelbsucht. Das Ansteckungsrisiko wird mit der Hepatitis-B-Impfung um 95% reduziert.

Zielgruppen der beiden Impfungen sind Personen mit einer chronischen Lebererkrankung, Reisende in Risikoländer und Personen mit Kontakt zu Risikogruppen, sowie Angestellte im Gesundheitswesen.

Die Impfung benötigt 3 Impfdosen oder sie kann mit der Hepatitis A Impfung kombiniert werden.

Masern, Mumps, Röteln (MMR )

Schützen Sie sich und anderer

Die Abkürzung MMR steht für die Kombinationsimpfung gegen die drei viralen Infektionskrankheiten Masern, Mumps und Röteln. Diese sind hochansteckend und können zu schweren Symptomen oder Komplikationen führen. Übertragungsweg ist die Tröpfcheninfektion.

Bei Masern kommt es anfänglich zu Schnupfen, Husten und Entzündung der Augen, später zu Fieber und den markanten roten Flecken im Gesicht und nach und nach am ganzen Körper. Bei 1 von 10 infizierten Personen kommt es zudem zu Komplikationen, die schwersten davon sind die Lungen- und Gehirnentzündung.

Röteln verursachen kleine rote Hautflecken, geschwollene Lymphknoten sowie eine Bindehautentzündung der Augen. Röteln verlaufen oft unbemerkt und sind insbesondere für schwangere Frauen eine schwere Erkrankung, in dem sie zu Fehlgeburten und schweren Missbildungen beim Säugling führen können.

Mumps verursacht ein Anschwellen der Speicheldrüsen. Die Symptomatik geht meist nach einer Woche wieder zurück, allerdings kann es zu Komplikationen wie Hirnhautentzündung, Taubheit und Hodenentzündungen beim Mann kommen.

Das Bundesamt für Gesundheit empfiehlt die Impfung gegen Masern in Kombination mit derjenigen gegen Röteln und Mumps. Grund für die Impfung gegen diese drei Krankheiten ist es, deren manchmal äusserst schwer verlaufende Krankheitskomplikationen zu verhindern. Empfohlen sind zwei Dosen: die erste im Alter von 9 Monaten, die zweite mit 12 Monaten. Eine Nachholimpfung ist in jedem Alter möglich, und eine solche wird allen nicht-immunen, nach 1963 geborenen Personen empfohlen.

Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten (dTp)

Die Impfung gegen Diphtherie, Starrkrampf (Tetanus) und Keuchhusten (Pertussis) ist ein einfaches, sicheres und wirksames Mittel, um sich gegen diese Infektionskrankheiten mit schwerem, manchmal tödlichem Verlauf zu schützen.

Diphtherie ist eine bakterielle Infektionskrankheit, die nur beim Menschen vorkommt. Die Übertragung erfolgt meistens durch Tröpfchen beim Husten oder Niesen, selten über die Hände. Die Krankheit beginnt mit einer einfachen Angina. Im Rachen bilden sich Beläge, die die Atemwege einengen und so die Atmung erschweren oder verunmöglichen. Das von gewissen Diphtheriebakterien produzierte Gift kann zu Herzmuskelschwäche, Nervenlähmungen und anderen Organkrankheiten führen.

Starrkrampf/Tetanus wird durch Bakterien verursacht, die überall vorkommen, insbesondere in der Erde und im Strassenstaub. Bereits eine kleine, unbemerkte Verletzung (z.B. bei der Gartenarbeit oder Bisswunde) kann zu einer Starrkrampf-Erkrankung führen. Die Krankheit wird durch ein von den Bakterien gebildetes Gift verursacht, das zu starken und schmerzhaften Muskelkrämpfen führt. Ist die Atemmuskulatur davon betroffen, so führt diese Erkrankung trotz bester medizinischer Behandlung auch heute noch in rund 20 % der Fälle zum Tod.

Keuchhusten/Pertussis ist ebenfalls eine bakterielle Infektionskrankheit, die mit Hustenanfällen, ziehender Einatmung und Erbrechen von Schleim und Nahrung einhergehen kann. Bei Kindern können die heftigen Hustenanfälle während Wochen anhalten und Atmung, Schlaf und Nahrungsaufnahme behindern. Bei Neugeborenen kann die Krankheit Atempausen und Atemstillstände sowie weitere schwerwiegende, manchmal auch bleibende Komplikationen hervorrufen. Bei einem von tausend Säuglingen endet die Erkrankung tödlich. Bei Erwachsenen kommt es nur selten zu schweren Komplikationen.
Oft sind die Eltern Überträger der Keuchhustenbakterien auf Säuglinge und Kinder und stecken diese unwissentlich an. Keuchhusten ist mit jährlich mehreren tausend Fällen nach wie vor sehr verbreitet in der Schweiz.

Nach einer Grundimmunisierung in der frühen Kindheit sollte man alle 20 Jahre eine Auffrischimpfung machen lassen. Bei Personen mit direktem Kontakt zu Säuglingen unter 6 Monaten (Eltern, Grosseltern, Krippenangestellte) sollte die Keuchhustenimpfung nicht länger als 5 Jahre zurückliegen.

Humane Papillomaviren (HPV)

Ein guter Schutz vor Gebärmutterhalskrebs

HPV steht für humane Papillomaviren, eine Infektion mit HPV ist die häufigste sexuell übertragbare Krankheit auf der ganzen Welt. In den meisten Fällen führt die Infektion zu keinen Symptomen. Somit weiss die infizierte Person nicht, dass sie die Krankheit auf andere übertragen kann. In 90% der Fälle heilt die Infektion innerhalb von 1-2 Jahren aus.

Die Ansteckung kann in den Geschlechtsorganen von Männern und Frauen Warzen oder Krebsvorstufen auslösen. In einigen Fällen kann aus den Krebsvorstufen Gebärmutterhals- oder Analkrebs hervorgerufen werden. Die Impfung bietet dabei einen sicheren und wirksamen Schutz gegen die HPV Typen die 70-90% des Gebärmutterhalskrebses und etwa 80% aller Analkrebserkrankungen und mehr als 90% der Genitalwarzen auslösen.

Weil Gebärmutterhalskrebs, insbesondere seine Vorstufen häufig sind und die Krankheit schwerwiegend ist, wird die HPV Impfung allen Mädchen als Grundimpfung empfohlen. Knaben können sich mit der Impfung vor Genitalwarzen schützen und bei ihnen ist die Impfung als ergänzende Impfung empfohlen.
Der Nutzen der Impfung ist am Grössten, wenn sie vor dem ersten Geschlechtsverkehr gemacht wird, optimaler Weise zwischen 11-14 Jahren.

Auch nach dem ersten Geschlechtsverkehr können Jugendliche und junge Erwachsene bis 26 Jahre vom Schutz durch den Impfstoff profitieren.

Je nach Alter der zu impfenden Person braucht es zwischen 2 und 3 Impfungen.

Wir beraten Sie gerne.

Impfberatung

Ist ihr Impfstatus auf dem neusten Stand?

Der elektronische Impfausweis ist ein gutes Hilfsmittel sei es auf Reisen oder in Notfällen. Man hat jederzeit und an jedem Ort auf dieser Welt Zugriff auf seinen aktuellen Impfausweis. Bei unserer professionellen Impfberatung erstellen wir Ihnen einen elektronischen Impfausweis mit allen Daten aus Ihren verschiedenen Impfausweisen. Wir beraten Sie darüber welche Impfungen für Sie sinnvoll und welche Auffrischimpfungen nötig sind.

Auch bei geplanten Reisen ins Ausland unterstützen wir Sie gerne mit Impfempfehlungen für das entsprechende Land.

Preis: CHF 29.00
Dauer: 1-2 Tage vorher Impfausweis abgeben, Beratung 10-15 Minuten.

Link: myViavac